MDR1

Das fehlende MDR1 Gen bei den betroffenen Rassen Collie, Sheltie, Australian Shepherd, Bobtail u.a. ist nicht nur der Grund für Todesfälle nach Behandlung mit Ivermectin, sondern viele andere Wirkstoffe können ungehindert in Gehirn und Organe eindringen. Auch wenn sie dort nicht direkt schaden, was von vielen Faktoren abhängt, so werden sie doch nicht normal ausgeschwemmt, sondern können sich anreichern, so dass es bei künftigen Medikamentengaben zu einer Überbelastung kommen kann. Eine normale Dosierung könnte katastrophale Auswirkungen haben. Zu diesen Organen gehören auch die Plazenta, die Hoden und der Darm, so dass man auch bei Fruchtbarkeitsstörungen und ständigen Darmproblemen über evtl. Folgen des MDR1 Gendefekts nachdenken muss.
Es reicht demnach nicht, wie viele Collieleute, Züchter und sogar Vereinsfunktionäre behaupten, die Gabe von Ivermectin, das eh nicht für Hunde zugelassen ist, zu vermeiden.
Ein Gentest ist für jeden Hund der betroffenen Rassen einfach lebenswichtig! Aufwand und Preis stehen in keinem Verhältnis zu den Gesundheits-Risiken, die man beim unbekannten MDR1-Status eingeht, sei es notwendige Medikamente aus Übervorsicht bei einem freien Hund nicht gibt oder einen betroffenen Hund überdosiert.
Lesen Sie mehr dazu auf unserer Startseite von CollieNews mit Links zu den bekannten Wirkstoffen und dem Interview mit Dr. Geyer. Ausführlich berichten wir stets in der Collie Revue. In Heft 114 Dezember 2005 finden Sie 31 MDR1 freie Collies! Und für das Märzheft sind schon wieder welche gemeldet worden. Melden auch Sie Ihren freien oder Träger!

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