Kastration

Ein Buchautor aus Amerika stellte folgende Fragen an mich, wer kann dazu etwas sagen?

“Einer der Aspekte zur Langlebigkeit und Gesundheit, die ich untersucht habe ist die Verbindung von Sterilisation und Lebensdauer und Krankheit.  Es weisen einige faszinierende Hinweise darauf hin, dass nicht sterilisierte Hunde länger leben und weniger Krebs bekommen, wenigstens bei bestimmten Rassen. In diesem Licht frage ich mich, ob Sie eine Ahnung davon haben, wie viel Prozent der Hunde in Deutschland sterilisiert sind, und ob es einen Unterschied gibt zwischen Rüde und Hündin.”

2 Kommentare

  1. Bei meiner 1. Colliehündin habe ich mich zur Kastration entschlossen, da sie bei der 1. Läufigkeit schon extreme Schwierigkeiten hatte. Ich habe es nie bereut. Sie bekam weder Welpenfell noch wurde sie inkontinent. Sie wird bald 12 Jahre alt. Eine Sterilisation wäre für mich nicht in Frage gekommen. Meine 2. Colliehündin habe ich nicht kastriert, denn sie hatte keine Probleme bei der Läufigkeit.
    Nun habe ich einen Rüden, ich werde sehen, ob er sehr leidet, denn in unserem Umfeld gibt es ausser zwei kleinen Rüden nur Hündinnen.
    Liebe Grüße
    Tina

  2. Hallo Eva,

    mich irritiert die Überschrift “Kastration”, denn sie weicht von der Frage nach “Sterilisation” ja nun doch erheblich ab.

    Ich denke, dass nur sehr wenige Hunde in BRD sterilisiert sind – ich persönlich weiss nur von den Rudeln im Wolfswinkel (Trummler-Station), wo man durch Sterilisation der Hündinnen (also Unterbrechung der Eileiter) weitere Welpen verhindern möchte, ohne das Verhalten und somit die Akzeptanz im Rudel zu verändern (was durch Kastration = Entfernung von Keimdrüsen inkl. deren Hormonproduktion riskiert würde).

    Kastrationen sind in der Regel bei Tierschutzhunden üblich, seltener bei Hunden, die als Welpen von Züchtern gekauft wurden. Aber auch für Hunde von Züchtern sind einige Tierärzte später bei den Haltern erfolgreich mit ihrer Überzeugungsarbeit, da Kastration (nicht Sterilisation) angeblich eine bequemere Hundehaltung und Krebsprophylaxe bedeuten soll.

    Vasektomien (Sterilisationen) bei Familienhunden kommen – so denke ich – nur selten vor, weil sie diese Bequemlichkeiten und Krebsvorsorge nicht bringen, die Hunde ihre Sexualität komplett behalten und nur unfruchtbar sind.

    Viele Grüße
    Marita

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