Jo

Nun haben wir Jo schon fünf Wochen! Er ist inzwischen ein kleiner junger Mann geworden, der schon mit drei Monaten die ersten Ansätze zum Beinheben zeigte und sich kurze Zeit später SEHR für die heiße Nala interessierte…. man darf gespannt sein…

Die ersten Tage waren stressig, er musste dauernd und überall Bächlein hinterlassen. Der Spuk ist heute ohne großen Aufwand vorbei. Er setzt sich schon seit einiger Zeit an die Tür und fiept, um in den Garten gelassen zu werden. Bin ich nicht schnell genug wandert er ins Bad – was mir gar nicht unlieb ist. Bei großen Geschäften macht er aber schon richtig Randale und will raus.

Ansonsten ist er vollkommen in Nikkis Schuhe geschlüpft. Auch wenn er eine andere Persönlichkeit hat, so sind viele Dinge ganz genau so. z.B. das Bett … ich schaffe es nie, mich zu legen ohne dass er schon hinter mir gelandet ist. Das gemeinsame ins Bett gehen ist seine größte Freude und als es kürzlich am Rechner spät wurde, drangsalierte er mich, fiepte, sprang mich an und rannte in seinen Softkennel. Ich wusste nicht, was er wollte. Als ich endlich fertig war, sprang er sofort ins Bett und es gab einen Freudentanz mit anschließendem Tiefschlaf in meinem Arm. Noch liebt er die Nähe, wir schlafen Wange an Wange, Nik hat das als Welpe auch gemacht, sich aber später auf die Beine spezialisiert, um die er sich gewickelt hat und kralleneinbohrender Weise die richtige Position erschob, um die Nasenspitze an der frischen Luft zu haben.

Freitagnachmittag, REWE Parkplatz, unser erster Besuch im Dorf. Er war begeistert, Menschen hurra, KINDER – noch besser, und sogar ein Hund! Herrlich. Er trabte mit mir ohne sich auch nur umzuschauen in die Bank, zwischen den Schiebetüren durch, auf dem glatten Boden, dann in die Post, über die Hauptstrasse, wie ein Alter. Leine gehen ist vollkommen normal, das war bei Nik viel schwieriger.

Er akzeptiert seine Kennel und schläft im Auto sofort ein, es ist ein Segen! Alles in allem ein vollkommen unkomplizierter Hund, der sich alles genau anschaut, aber keine Angst kennt.

Für mich keine gute Ausgangslage, denn er braucht mich nicht wirklich. Die vielen schönen Gelegenheiten die göttliche Größe für den kleinen Hund zu sein, gibt es bei ihm nicht. Ich hoffe auch nicht, dass wir ernsthaft auf die Probe gestellt werden. Aber bei Nik war das leicht, ich durfte ihn ständig vor etwas retten und beschützen, Pferde, große Hunde usw. – erlangte höchstes Ansehen in seinen Augen… bis zum Schluss verließ er sich ganz auf mich. Aber er war auch bereit mich zu verteidigen.

Man darf gespannt sein auf Jo’s Flegeljahre… ob er mich jetzt in trügerischer Sicherheit wiegt, ein folgsamer, unkomplizierter Hund zu sein?

Er hat noch nie ein Bett gesehen – die erste Begegnung und schon identifiziert – BETT!

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