Sehenswerter Film

Kennel Club stellt sich in eigenem Film dar

Um aufzuzeigen, was der Kennel Club nun für die Gesundheit der Rassehunde tut hat er einen eigenen Film produziert, der auf diesen Link im Internet zu sehen ist:

Bitte unter diesem Link anclicken: Dogs a healthy Future. http://www.ourdogs.co.uk/video-index2012.htm

Ein halbstündiger Film, kritisch, ehrlich und sehr aufschlussreich. Allerdings muss man recht gut Englisch verstehen.

Ganz deutlich werden die Bemühungen zur Gesundheit herausgehoben. Dass der Rassehund immer herhalten muss bez. der Forschung und deshalb immer im Zusammenhang mit Erbkrankheiten genannt wird liegt daran, dass Mischlinge aufgrund ihrer unbekannten Herkunft für die Forschung unbrauchbar sind, da man erbliche Zusammenhänge nicht nachvollziehen kann. Viel Geld wird investiert zur Entwicklung von Gentests, die den Züchtern HELFEN und sie nicht schikanieren sollen! In den letzten  zwei Jahren wurden fünf Gentestes entwickelt – Züchter sollten sich auf einiges in der Zukunft gefasst machen. Der Ausstellungserfolg wird und muss in den Hintergrund züchterischer Bemühungen treten! Auch der Inzucht wird der Kampf angesagt und Züchtern Hilfestellung geboten, wovon wir beim VDH nur träumen können aufgrund der vielen zuchtbuchführenden Vereine und fehlender Zentralregistrierung. Inzuchtmanagement ist Risikomanagement lautet ein Schlüsselsatz.

Ich hoffe, dass sich der VDH diesen Film ebenfalls zunutze macht, denn vieles, was der Kennel Club als freiwillige Maßnahme anbietet, ist für uns selbstverständlicher Züchteralltag. Sehr schön wird die Problematik der Welpenvermehrer verdeutlicht. Alles in allem ein sehr sehenswerter Film!

1 Kommentar

  1. Der Kennel Club Vorstand erklärt, dass sich der KC seit 150 Jahren für das Wohlergehen (wellfare) der Hunde engagiert. Angesichts der BBC-Dokumentation fragt man sich allerdings, um wessen Wohlergehen er sich tatsächlich 148 Jahre – bis zu dieser Dokumentation – gekümmert hat. Aber: Besser spät als nie, auch wenn es traurig ist, dass erst die Medien aktiv werden mußten, doch nun gewinnt man tatsächlich den Eindruck, dass sich etwas bewegt und man beim KC sehr offensiv, transparent und mit den richtigen Mitteln für das Fortbestehen der Rassehundezucht und für gesündere Hunde kämpft. Gefahr erkannt – man kümmert sich – und genau das ist es doch, was das Vertrauen in züchterisches Tun vergrößert und nicht das Verschweigen oder Verharmlosen.

    Da vom Kennel Club gleichzeitig aber auch betont wird, dass man keine juristischen Zwänge auf die Züchter bzw. Zuchtvereine ausüben kann, ist man vor allem auf deren Mitziehen angewiesen – zum Beispiel im Berich der English Bulldogs gibt es aber massive Proteste gegen die Standardänderungen des KC. Die Trennung zwischen Spreu und Weizen bei den Züchtern ist – zumindest für den Anfang – daher ebenfalls gut in die Wege geleitet:

    1. eine Ahnentafel allein reicht nicht als Beweis für verantwortungsvolle und gesundheitsorientierte Zucht. Erst durch das besondere “Gütesiegel” (nicht käuflich für alle, sondern nur durch Selbstverpflichtung) wird ein Züchter zum “Qualitätszüchter” im Kennel Club (in der Rasse Collie übrigens sehr wenige …);

    2. durch den Einsatz von unabhängigen Tierärzten auf Ausstellungen, die verhindern sollen, dass ein extrem übertypisierter und gesundheitlich belasteter Hund zum Sieger oder sogar Champion einer Rasse wird;

    3. durch eine Kennel Club Datenbank, in der jeder vom KC registrierte Hund mit all seinen Gesundheitswerten (sofern vorhanden …) und seinen Inzuchtwerten (nicht nur auf meist “beschönigende” 5 Generationen gerechnet) einsehbar ist und sogar Werte für Verpaarungen virtuell darstellbar sind.

    Ja, auch ich hoffe, dass sich daran der VDH ein Beispiel nimmt. Ich könnte mir ein Video über seinen hervorragenden wissenschaftlichen Beirat und dessen jahrelange Bemühungen vorstellen – darüber, welche Themen dort Tagesordnung waren/sind, welche Erfolge inzwischen zu verzeichnen sind. Aber auch ehrliche Berichte über die “schwarzen Schafe” und Rückschläge oder Beratungsresistenz dürfen dabei nicht fehlen, um den Zuschauer für die “richtigen Rassen” zu begeistern, deren Vereine und Züchter alles daran setzen, in erster Linie psychisch und körperlich gesunde Hunde zu züchten und dafür weder Kosten noch Mühen scheuen.

    Der VDH hat zwar den Nachteil, (noch) nicht alle Daten selbst zu verwalten, aber er hat (hätte) den Vorteil, in oberster Instanz den Gesetzgeber, d.h. das Tierschutzgesetz (u.a. § 11b), auf seiner Seite zu haben, um schwarze Schafe, die den Ruf aller anderen mitschädigen, aus eigenen Reihen zu eliminieren. Neben den English Bulldogs kommen dafür – nach meiner Meinung – noch einige mehr in Frage, um schlussendlich wirklich Qualität vor Quantität zu stellen.

    Grüße
    Marita

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