Guter Start…

Kaum hat das Jahr begonnen, hat uns die Showszene voll im Griff. Der Start war in Castrop Rauxel beim Festival der Rassehunde, organisiert vom KfT, bei dem sich einige Rassezuchtvereine zusammentun. Die Halle war sehr schön, wohnliche Atmosphäre, freies Parken direkt an der Halle, große Auslaufwiese. In der Halle eng, sehr glatter Boden, so dass die Devise hieß: Langsam laufen, aus Angst vor Unfällen, und das bei Rassen, bei denen es auf die Bewegung besonders ankommt. Die Show ist sehr beliebt und der Katalog musste schon TAGE vor Meldeschluss geschlossen werden. Ich rutschte gerade noch in den Sonntag hinein, wo die Schweizerin Frau Clerc richten sollte. Statt ihrer trat Lisbeth Mach aus der Schweiz an, die mit eisernem Besen fegte. Nur ein Rüde bekam ein Vorzüglich und das ohne Anwartschaft. Am Tag zuvor noch BOB, das sorgte für ein wenig Aufregung. Demonstrativ griff Frau Mach zum Maßband, das wegen mangelnder Genauigkeit dann auch in die Kritik geriet, Schulterhöhe ist beim Whippet nun mal ein heikles Thema und der Standard gibt klare Größen vor. Bei Kedira stimmte das Maß mit “an oberer Größengrenze”. Ich denke, sie wollte demonstrieren, dass ihr die Standardgröße durchaus bewusst ist, weil doch manche Richter enorme Übergrößen zu ignorieren scheinen. Kedira kam auf einen schönen zweiten Platz mit Sehr gut. Ich fand er machte seine Sache gut, und wir waren zufrieden.

Diese Show hat mich allerdings als überzeugten Freund der Rassehunde tief schockiert. Ungeniert trotz Verbot in der Ausstellungsordnung werden da die Chinese Crested vor dem Richten vor den Augen aller rasiert. Haben haarlose Hunde an sich ein Problem mit §11 des Tierschutzgesetzs werden nun die mittlerweile nicht mehr haarlosen Hunde, die lange Behaarung haben, wo man sie haben will und auch haltbarere Zähne, RASIERT oder auf sonstige Weise “enthaart”. Leute, da hört es einfach auf… (im VDH muss ein Haarloser genetisch seine Haarlosigkeit nachweisen, damit keine Enthaarten als haarlos in die Zucht gehen, in anderen Ländern nicht). Es wird den Ausstellungsleitungen nichts anderes übrig bleiben als immer wieder zu kontrollieren und Verstöße gegen die Ausstellungsordnung zu unterbinden, auch auf die Gefahr, dass so mancher Aussteller nicht wieder kommt. Im Sinne der Rassehundezucht zahlt es sich aus!

Nicht viel besser ist es um die Pudel und andere “Frisierrassen” bestellt. Da wird gesprüht und toupiert… Gott sei Dank kann man sagen verirren sich auf diese Shows im Gegensatz zu den großen CACIB-Schauen wie Dortmund nur wenige Besucher, die sich für den Kauf eines Rassehundes interessieren. Was muss ein vom Showzirkus unbeleckter Mensch denken, wenn er sowas sieht??? Wen wundert es, dass er auf dem Absatz kehrt macht und sich etwas aus dem Tierheim holt oder billig irgendwo die Rasse der Wahl besorgt, denn SOWAS will doch eh keiner, da lockt ein Züchter keine Käufer, wenn er stolz seine Champions anführt! Foto: Hildegard Beilfuss

Mir hat das jedenfalls Magenschmerzen bereitet.

Am 8.2. fuhren wir nach Holland. Hollandreisen liebe ich seit meiner Kindheit und Eindhoven enttäuschte uns nicht. Etwas über 2000 Hunde an drei Tagen ließ die Halle luftig. Das Bürgerhaus befindet sich mitten in der Stadt und hat ein riesiges Parkhaus (Tagessatz 14 Euro). Die Ringe waren geräumig, keine Boxenlager an den Ringen – sehr angenehm. Man konnte für 8 Euro große Käfige mieten, eine schöne Sache! Trotzdem fand jeder noch Platz, der seine eigenen Boxen bevorzugte. Es richtete Roel van Veen-Keur die Afghanen, Barsois und Whippets. Das CAC und res. CAC ging an zwei sehr schöne Rüden aus den Niederlanden, und wir (Kedi war das reichlich wurscht) haben uns über das res. CACIB gefreut. Kedi zeigte sich gut und lief freudig mit.

Danke Roswitha Schulze und Barbara Thiel für die schönen Erinnerungsfotos!!!

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