
Ich bin kein Hundetrainer, aber ich leiste mir seit über 40 Jahre Personal Trainer, die mich rund um die Uhr betreuen. Ein teures Unterfangen, aber es hat sich gelohnt, macht vor allen Dingen viel Spaß und ich lerne jeden Tag dazu. Nebenbei habe ich mich natürlich fortgebildet, denn mit Büchern und Vorträgen, Schulungen, Seminaren und so weiter hatten meine eher praxisnahen Personal Trainer wenig am Hut; so können wir uns recht gut ergänzen.
Ab und an werde ich berichten, was mir so auffällt, wenn ich mit meinen Hunden unterwegs bin und vielleicht findet der eine oder andere eine Anregung, die ihm nützlich sein kann.
Der Krakeeler
Heute begegnete uns ein Ehepaar mit zwei großen Hunden. Der eine ruhig, mit dem anderen verschwand Frauchen im Gebüsch, wo sich der Hund aufregte und tobte. Meine Jungs würdigten ihn keines Blickes und ihrer Haltung entnahm ich, dass er auch keinerlei Aufmerksamkeit wert war. Frauchen hingegen kämpfte mit ihrem Hund, hielt ihn zwischen den Beinen, packte beide Halsseiten fest und redete unaufhörlich auf ihn ein. „Nein, lass das, ist doch alles gut, sei ruhig…“ blablablablabla für den Hund. Wir wissen nicht, welche Erfahrungen dieser offenbar aus dem Tierschutz kommende Hund gemacht hat und was ihn zu diesem Verhalten bewegt, eines war jedoch klar: Sein Frauchen bestätigte ihn unaufhörlich, denn auch sie geriet ja schon beim Anblick meiner Hunde in Panik und suchte das nächste „Mauseloch“ um sich und ihren Hund in Sicherheit zu bringen. Vermutlich war ihr das Verhalten sehr peinlich, sie entschuldigte sich quasi, solch einen Hund habe sie noch nie gehabt… und ich sagte nur „lassen Sie ihn doch einfach“… „dann reißt er mich um“… aber eine Vertiefung des Themas war nicht möglich, ist auch nicht mein Job. Aber mit „einfach lassen“ hatte ich nicht gemeint ihn von der Leine zu lassen, sondern einfach festhalten und keine Notiz nehmen. Ich bin überzeugt, wenn der Hund sieht, dass es keinen Grund zur Aufregung gibt, könnte er selbst entspannen. Dass er nicht gefährlich war, hatten mir die Jungs ja schon gesagt. Kontakt hätte ich aber nicht gewollt, sondern einfach nur ohne voneinander Notiz zu nehmen vorbeigehen. Ich bin kein Hellseher, ob es je funktioniert hätte, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur eins, dass die Menschen unaufhörlich auf ihre Hunde einreden und sie in ihrem Verhalten bestärken, insbesondere, da sie schon in Stress geraten, weil sie wissen, dass wieder eine peinliche, stressige Situation auf sie zukommt…
In den sehr seltenen Fällen, in denen einer meiner Hunde meint Widerworte geben zu müssen, bricht ein Donnerwetter herein, denn ich dulde das nicht, mit drei angeleinten Hunden kann ich mir das nicht leisten, ohne meine Gesundheit zu gefährden. Es ist mir auch egal, was das Gegenüber für Frechheiten von sich gibt – wenn ich an der Leine bin wird nicht gepöbelt. Fertig. Meine Donnerwetter sind blitzschnell, intensiv, lautstark und unterbrechen. Das habe ich von meinen Personal Trainern gelernt.
Kotfresser
Das ist für viele Hundebesitzer ein großes Problem. Mit 8 aufgezogenen Welpen und einem erwachsen aufgenommenen Hund, der sich allerdings in allem wälzte, was stank, hatte ich dieses Problem nie. Aber ich weiß von einigen Hunden, die nur darauf warten, den fallenden Köttel ihres Kameraden aufzufangen und zu verschlingen oder gar den eigenen Kot zu fressen. Hunde, die nicht zu halten sind, wenn sie Unrat wittern und im Gebüsch verschwinden. Ich will nicht sagen, dass uns das noch nie passiert wäre, aber sehr sehr, selten mit erhobenem Zeigefinger meiner PTs die Augen immer am Hund zu haben und sofort zu reagieren, wenn sein Interesse dem Gebüsch gilt. Sind sie doch mal weg und es ist totenstill, dann weiß ich – sie fressen was! Meist entpuppte es sich als ein Rest toten Wildes – auch mal einen papierdekorierten Haufen… aber wie gesagt, kann ich das in all den Jahren an 10 Fingern abzählen.
Hunde haben sich als Abfallvertilger an der Seite des Menschen entwickelt. Egal in welcher Gesellschaft, die Hunde kriegten immer, was übrig blieb. Nur in besonders priviligierter Gesellschaft wurden die Hunde extra versorgt. So kochte, ich lege die Betonung auf „kochte“ man am Zarenhof täglich ein Pferd für die Hundemeuten. Wertvolle Jagdhunde der Adelshäuser wurden ganz sicher hervorragend versorgt. Alle anderen fraßen das, was man ihnen überließ. Keinesfalls wurden Hunde besser ernährt als ihre Besitzer. Was immer wir unter „besser“ verstehen. Aber zum Menschen fand der Hund auch deshalb, weil er sich am Lager von Resten ernährte und damit eine wichtige Rolle der Hygiene spielte. Heute noch sind Dorfhunde in abgelegenen asiatischen und afrikanischen Gegenden für die Hygiene verantwortlich, indem sie Kot und Essensreste vertilgen. Immerhin besteht Kot zu einem hohen Anteil an Proteinen und Nährstoffen und gilt deshalb auch als guter Dünger! Dennoch können wir uns nicht damit anfreunden, unsere Hunde Kot fressen zu sehen.
Ich glaube, dass das notorische Kotfressen eine Mangelerscheinung ist, aber bislang konnte mir dazu niemand etwas Schlüssiges sagen geschweige denn eine Lösung bieten. Nun frage ich mich, warum tun es meine nicht? Ich habe da eigene Theorien. Meine Hunde bekommen neben ihrem Futter, das ich sehr abwechslungsreich gestalte, so wie es gerade passt, alle Tischreste. Von Welpe an. Geschadet hat es noch keinem – und – ich kenne den Begriff Durchfall nicht. Allerdings gibt es bei uns keine industriell vorverarbeitete Kost.
Aber!!! Alle meine Welpen haben Unrat gefressen. Das finde ich nicht schön, regt mich aber nicht auf, denn ich bin der Überzeugung, dass sie damit ihre Darmflora aufbauen und dass es ein ganz natürlicher Vorgang ist. Unnatürlich wird er dann, wenn die Menschen angeekelt mit Getöse reagieren. Da meine Hunde getestet frei von der MDR1 Mutation sind, dürfen sie Pferdeäpfel. Das bringt alle Colliebesitzer sofort in Rage… auch bei Hunden, die den Defekt nicht haben. Und ich habe festgestellt, dass meine Hunde eine chemische Analyse erschnüffeln, ehe sie drangehen, wenn überhaupt. Also nicht jeder Apfel ist genehm. Beliebt sind sie im Winter nach Frost und man sagte mir, dann schmeckten sie süß. Das Ganze geht aber sehr unaufgeregt vor sich und ich bin sicher, dass sie sich deshalb die Zeit zur Analyse geben und gelegentlich ein Häppchen nehmen. Ich bin auch überzeugt, dass sie tatsächlich riechen, wenn chemische Zusätze dabei sind.
Ich bin auch der Meinung, dass die Hunde schlingen, weil wir reagieren und höchstes Interesse an dem herrlichen Fund zeigen und unserem Hund abringen wollen. Also schnell weg damit, ehe das lahme Zweibeinteil da ist.
BABABA…
Beim Welpen kann man das gut üben, weil er ja immer an irgendwas interessiert ist. Wieder Augen am Hund und wenn es so aussieht als ob er sich für etwas Fressbares interessiert: BABABABA!!! Das lenkt ihn ab. Dabei widme ich aber dem Objekt seiner Begierde keine Aufmerksamkeit. Sobald der Welpe guckt: Was will die Alte? Quietsche ich freundlich los und locke mit einem Leckerchen… das hat immer gut funktioniert, so gut, dass sich Kedira schöne Würste aussuchte und mir wie Zigarren im Mund vor Augen hielt… schade, dass man dann keine Kamera hat. Also egal was ist, KEIN STRESS… es kommt auch vor, dass ich dann erlaube essen zu dürfen. Sowas kann man provozieren und üben… „lass mich gucken!“ meine Hunde lassen mich tatsächlich schauen, wie die tote Maus aussieht, frischtot, alttot… entweder BABABA oder ok und ich geh weg. Es kommt vor, dass ich sehe, wie sie sich im Garten über etwas hermachen, einer frißt, die anderen schauen neugierig zu… dann kann ich tatsächlich rauslaufen, mir das anschauen und eine Entscheidung treffen… Mein Nik hat einmal beim Nichts-Fressen-Training alle Würstchen, die er fand in meine Hand abgegeben! Das sorgte für allgemeine Heiterkeit. Unser Ausbilder hatte eine sehr dumme Angewohnheit. Am Ende einer Trainingseinheit lief er mit einem Teller Würstchen zu jedem der im Kreis bei Fuß sitzenden Hunde und gab ihm ein Scheibchen zum Abschied. Bei Nik donnerte das BABABA – alle waren entsetzt… er nahm es natürlich nicht, und sofort war allen klar, was für eine Unsitte das war! Von Fremden nimmt man grundsätzlich nichts.
Das BABABA ist eine meiner wichtigsten Übungen. Da aber mein Interesse nie dem Wegnehmen gilt und daher unaufgeregt abläuft, hat es bisher immer geklappt. Natürlich übe ich auch zu Hause immer wieder: Essbares oder Begehrtes hinlegen und „no“! – überprüfen und zurückgeben oder wenn er gerade an einem Kauteil arbeitet – abnehmen, ansehen, zurückgeben. So lässt sich jeder meiner Hunde jederzeit alles aus dem Fang nehmen. Das lernen die Welpen ganz schnell. Und das habe ich wiederum von meinen PTs gelernt.
Da kommt ein Hündelein!
Wieder der Zeigefinger meiner PTs – die Augen immer am Hund und weiter bis zum Horizont. Wenn ich in den Augen meines Hundes auch nur ein bißchen Achtung genießen möchte, muss ich Dinge möglichst vor ihm, aber wenigstens rechtzeitig sehen, um zu entscheiden, was zu tun ist. Also sehe ich einen Hund, meine laufen meistens frei, singe ich „Da kommt ein Hündelein“. Dieser Sing Sang macht die Sache unaufgeregt, zeigt aber, dass ich gesehen habe. Inzwischen vertraue ich meinen PTs, die mir genau anzeigen, was von dem Hund zu halten ist, das sehe und rieche ich nicht auf die Distanz. Sie nehmen entweder keine weitere Notiz, oder sind aufmerksam… dann muss ich schnell sein… ist es Hund, bei dem die Begegnung kritisch ist (nach neuesten Studien riechen Hunde den Rang des anderen) stehen sie bei mir und ich kann sie anleinen, ohne einen Schritt zu tun. Ist es ein Freund, den ich aber nicht erkenne, weil vielleicht ein anderer Mensch damit unterwegs ist, stürmen sie los… bei einem leckeren Mädchen leider auch… wenn ich nicht schnell genug das STOP ausgegeben habe. Toi Toi Toi, keiner meiner Hunde hatte je eine ernsthafte Auseinandersetzung mit anderen Hunden, außer Nik, der immer wieder angefallen und verletzt wurde, aber damals befand ich mich noch in Ausbildung. Man sagte mir auch, seine innenliegenden Hoden veränderten seinen Geruch und die Hunde reagierten darauf, was er nicht verstand. Heute würde ich anders damit umgehen, armer Nik, der Angriff einer Dobermannhündin hat ihn letztlich das Leben gekostet.
Ich mache – wenn nicht ein guter Freund entgegenkommt – meine Hunde grundsätzlich ohne Aufregung an die Leine. Ich mag es nicht, wenn drei Rüden auf einen Hund losstürmen, selbst wenn es freundlich gemeint ist. Die Besitzer, die uns nicht kennen, finden das gar nicht lustig und haben Angst. Ich gehe also kein Risiko ein und rufe heran, sobald ich einen Hund, Pferd oder Kinder herankommen sehe. Sie erwarten es und stehen parat.
Nun haben wir das Glück, wenn wir mit drei Hunden kommen, machen fast alle Leute ihre Hunde fest und wir gehen zügig und die Aufmerksamkeit fest an den eigenen Hunden, also keinen Blick dem Gegenüber schenkend, oft ohne zu grüßen, zügig an allem vorbei. Wir lassen gar nicht erst Unstimmigkeiten aufkommen und da wir ein Rudel bilden, habe ICH nicht mehr das Bedürfnis meinen Hunden Hundekontakt gönnen zu müssen. Auch so ein Irrtum… Bei Mädels ist das Interesse natürlich größer, aber selbst bei heißen Hündinnen kann ich sie nach ein paar Metern wieder freigeben, sie laufen nicht zurück und der Hündin nach. Obwohl zwei von ihnen erfahrene Deckrüden sind, oder vielleicht gerade deswegen.
STOP
Meine ersten Hunde waren Collies, die nach altherkömmlicher Art ausgebildet wurden. Das war zackig, und die Hunde gehorchten ein Leben lang aufs Wort. „Platz“ egal auf welche Distanz – und meine Collies fielen tot um… Abliegen war eine der wichtigsten Übungen, mitten in der Stadt vor einem Geschäft… das machte man so. Aber nicht mit Whippet. Meine PTs brachten mir ganz schnell bei, dass sich ein Whippet NIEMALS einfach so irgendwo hinlegt, schon gar nicht hinschmeißt und erst recht nicht auf Distanz. Dass man als Whippetbesitzer nie ohne Decke – bei uns sind es Plüschkörbelein – aus dem Haus geht, versteht sich. HEUTE darf man für die Begleithundeprüfung bei den kurzhaarigen Hunden für eine Unterlage sorgen. Aber beim RallyO geht es bei schlechtem Wetter nur mit „Whippetplatz“, bei dem der Brustkorb über dem Boden schwebt. Punkteabzug… Also ging es mit dem Platz als Notbremse nicht. Aber die ist unerlässlich im Alltag. Apropos – natürlich können sie alle Platz – vorbildlich wenn Essen lockt, das Betteln in Platzlage ist schick, das merkt keiner… Tipp von John Fisher. Das geht ohne Kommando, ansonsten hilft „legen fein“…

STOP ist eines der wichtigsten Kommandos überhaupt. Geübt in der Küche mit Leckerbissen… Stop, der Hund steht, bewegt er sich, wieder zurück und Stop – bleibt er stehen: Belohnung. Küche deshalb, weil sie da ohnehin immer rumstehen, wenn ich koche. Schnell lernt er, dass er stillstehen muss, wenn es was geben soll. Das wird dann zeitlich ausgedehnt, auch draußen geübt und ist Pflicht bei jedem Spaziergang zwischendurch „allemann Stop“ und ich gehe weg, rufe ab… Es ist auch gut die Hunde nicht einfach laufen zu lassen, sondern zwischendurch immer mal sowas einzubauen. Wie „allemann Fuß“ und die Traube reiht sich hinter mir ein wenn Jogger oder Radfahrer kommen. Mit dem Stop kann ich sie tatsächlich abstoppen, anleinen, oder inzwischen nicht mehr so sicher zu Fuß nach meinem Beinbruch (Augen nicht am Hund, gequatscht…) an Treppen: ich stelle sie oben ab, gehe hinunter und rufe sie. Natürlich NICHT im Straßenverkehr, also ein bißchen Menschenverstand und Bauchgefühl braucht man schon… Das klappt sogar dicht am Wild sogar nach dem Start…
Heranrufen
Auch das lernt der Welpe im Handumdrehn in den ersten Tagen. Wichtig: Name und „hier“. Kein Rumgequatsche, komm mal her, oder so. Wichtig ist, dass der Welpe nicht mit etwas beschäftigt ist und wir eigentlich davon ausgehen müssen, dass es uns zu einem Doppelkommando verleitet. Und das ist ein Fehler! Mit dem erwachsenen Hund können wir später reden wie wir wollen, er weiß genau, was wir wollen und wie wichtig es uns ist. Aber der Welpe darf nicht lernen, dass man ruhig ein paar Kommandos abwarten kann, ehe man sich bequemt… Reagiert er nicht, dann geht man einfach weg. NIEMALS dürfen wir uns im Ton vergreifen. Aber das ist leider menschlich, vor allem, je wichtiger es uns ist (jemand sieht zu oder die Straße ist nah) desto lauter und aufgeregter werden wir. Und Hunde mögen das gar nicht… es ist keine Aufforderung schneller heranzukommen. Das erklären mir meine PTs heute noch bei passender Gelegenheit: Runterschlucken, Luft holen und säuseln „Kedira, hiiiieeer“.
Wenn ich sehe, dass ich die Kontrolle verliere – ein Reh am Wegesrand, unverhofft um eine Ecke tretende Hunde – rufe ich NIEMALS! Ich drehe mich um und renne (ja ich renne!!!) schreiend davon. Ich bin alt genug um mir keine Sorgen mehr bezüglich meiner Außenwirkung machen zu müssen. „Heiheijahei…“ wie ein Krieger auf Attacke – renne ich schreiend und gestikulierend in die entgegengesetzte Richtung. Bisher sind sie immer gekommen, und ja, auch ab vom Wild!!
Rennen Sie niemals hinter dem Hund her, er lernt sofort, dass der Mensch eine lahme Ente ist… man fängt ihn nicht ein, wenn er das nicht will. Selbst bei Welpen kann das schon schwierig sein und gejagt und gefangen zu werden ist keine schöne Erfahrung.
Und ich drehe mich nicht um… mein Züchter hat mir mal gesagt, wenn ein Hund nicht zurückkommt, kann er bleiben wo der Pfeffer wächst. Das hat mich tief geprägt. Dazu muss ich sagen, dass ich sehr vorsichtig damit bin, wo ich meine Hunde frei laufen lasse. Der Sicherheitsradius ist bei Windhunden enorm!
Ich bin kein Leckerchenverteiler, aber ich habe immer etwas in der Tasche. Wenn meine Hunde derart gute Entscheidungen treffen, gibt es immer eine Belohnung!
Natürlich lernt das schon der Welpe, der ja öfter mal mit wichtigen Dingen im Leben beschäftigt ist. Und ich provoziere solche Situationen, insbesondere im Freilauf. Spaziergänge mit Welpen sind bei mir immer Lehrgänge, und im Grunde heute noch.
Das kleine Wörtchen „ex“
Janet Martineaux, eine britische Bearded Colliezüchterin und Trainerin, von der ich sehr viel gelernt habe, hat mir dieses beigebracht. Wir wissen natürlich, dass jedes Kommando aufgelöst werden muss. Das vergißt man sehr leicht, aber Hunde sind Gewohnheitstiere und schätzen simple Ausdrucksweise und Zuverlässigkeit. Ist eine Übung oder eine Situation, in denen ich Gehorsam abverlange, z.B. Fuß, wenn Jogger oder Radfahrer kommen, gibt es ein Leckerchen und dann erst „ex“ und sie können weiterlaufen. Niemals beendet der Hund die Situation. Das ist Sicherheit. Solche Routine macht das Leben für alle Beteiligten leichter. Und damit wäre die Konversation mit dem Hund auf wenige Begriffe beschränkt, die er versteht und auch auf sich und sein Verhalten beziehen kann.
Es wird immer Situationen geben „hat er ja noch nie gemacht“ aber im großen und ganzen kommt man mit ein paar Grundregeln gut aus.
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