DM – Degenerative Myelopathie – was bringt der Gentest?

DM verursacht die Lähmung der Hinterhand bei erwachsenen, meist älteren Hunden, die aber vollkommen schmerzfrei verläuft.

Carol Beuchat PhD schreibt auf ihrer Website The Institute of Canine Biology über diese grausame Erkrankung. Der Collie gehört zu den häufiger befallenen Rassen laut einer Studie an 34.000 Hunden in 124 Rassen und liegt ganz dicht am Deutschen Schäferhund. Der Artikel geht ausführlich auf DM ein. Ich möchte hier nur auszugsweise die Schlussfolgerungen frei ins Deutsche übersetzen.

…“mit wenigstens einem Modifier-Gen ist klar, dass die Vererbung von DM komplex ist. Es ist keine Krankheit, die der Züchter anhand eines einfachen Mutations-Gentests kontrollieren kann, und es ist sehr irreführend zu glauben, DM sei durch eine Mutation hervorgerufen. Der beste Weg für Züchter wurde noch nicht gefunden und niemand scheint sich an diese Aufgabe zu machen, also müssen Züchter ihre eigenen Entscheidungen treffen und den Daumen drücken“. …
… Eine Mutation in SOD1 „verursacht“ nicht DM, sondern es verursacht Chaos im notwendigen Abwehrsystem gegen freie Radikale überall im Körper, einschließlich der Nerven und willkürlichen Muskeln.“
“Während viele Züchter hoffen, dass ein Gentest genau das Risiko für DM bei einem Hund aussagt, wird das in der Realität wahrscheinlich nicht passieren. Dazu kommt, dass DM vermutlich nicht das einzige Problem ist, das diese Mutation bei Hunden hervorruft. Es gibt eine längere Liste negativer Konsequenzen durch die SOD1 Mutation beim Hund, die wir bislang noch nicht mit dem Gen in Verbindung gebracht haben. Ich gehe davon aus, dass es nur noch komplizierter werden wird.“