Begegnung

Eine Begegnung der besonderen Art hatten wir heute mittag beim Spazierengehen. Ich sah drei Reiter auf mich zukommen und nahm Sidi vorsichtshalber an die Leine. Es lief wohl noch sowas wie ein Irischer Wolfshund mit, aber nein – es war ein Rehbock! Die Reiter ritten an mir vorbei, aber das Böckchen traute sich nicht auf dem schmalen Weg und blieb stehen. Sidi war erstarrt. Ich merkte richtig, wie er die Luft einsog, das Tier roch stark, und so langsam seine Sinne erwachten. Fast gleichzeitig setzte der Bock an in einem großen Satz an uns vorbei zu seiner Truppe durchzustarten wie Sidi mit riesen Gebrüll lostobte. Er war kaum zu halten, stieß schauerliche Hetzlaute aus…

Er beroch noch die Fährte ausgebiebig aber dann kam der Windhund durch – aus den Augen aus dem Sinn. Und wir konnten unseren Spaziergang fortsetzen… auf dem Rückweg – er war vorsichtshalber wieder an der Leine, kümmerte er sich nicht mehr drum.

Aber was für ein Einfall!!! Bei diesem Wetter, wenn Gott und Menschen unterwegs sind, mit einem Rehbock zu lustwandeln. Sidi hätte ihn sonstwohin gejagt, und muss man damit rechnen, dass sowas vorbei kommt?

1 Kommentar

  1. Hi!

    Es ist schon unglaublich, was manche Leute so tun. Ich finde, damit muss man nicht rechnen, allerdings im Ernstfall wird man uns Hundehaltern vorhalten, dass wir unsere Hunde, wenn wir sie frei laufen lassen wollen, jederzeit unter Kontrolle haben müssen, egal ob das Reh ein zahmes oder wildes ist. Bandit und Ambri hätten sicher einen Herzinfarkt bekommen, ein schwachsinniges Reh läuft ihnen sozusagen direkt ins Maul, das ist wie Ostern uns Weihnachten auf einen Tag, wäre da nicht dieser humorlose Mensch, der einen nicht die Feste feiern lässt, wie sie halt fallen oder vorbeispazieren!

    Liebe Grüße

    Dunja

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