Bucovina – neue Rasse im Archiv

Südosteuropäischer Schäferhund –
Ciobanesc Romanesc de Bucovina

Auf der Welthundeausstellung in Leipzig 2017 sah ich zum ersten Mal live diesen von der FCI erst provisorisch anerkannten Herdenschutzhund. Die Herdenschützer des Balkans sind im Grunde Vertreter eines einzigen Hundeschlages, denn die Hirten kannten keine politischen Grenzen, sondern zogen von Weidegrund zu Weidegrund. Regionale Schläge konnten sich herausbilden, vielleicht von den Hirten bevorzugte Farben. Als einzelne Rassen anerkannt und rein gezüchtet werden sie erst seit relativ kurzer Zeit mit dem Interesse der nationalen Zuchtverbände, die sich strikt an die politischen Grenzen halten. Die Standards betonen dann noch ein paar Unterschiede, aber wirklich unterscheiden kann man diese Hunde kaum. Erst die Rassehundezucht wird durch Bevorzugung bestimmter Typen zu für den Laien sichtbaren Unterschieden führen. Grundsätzlich finde ich diese Entwicklung, die die jeweiligen Genpools stark einschränkt, nicht sinnvoll. Wir werden in Zukunft sicherlich noch mehr Schläge der Herdenschützer als Rassehunde wiederfinden. Sie kommen ja durch die ganzen Wolfsgeschichten so richtig in Mode – Hunde, die niemals als reine Familienbegleiter lebten. Dabei sind sie doch so schön und eindrucksvoll… man wird sehen…
Der Bucovina ist einer von vier derzeit bekannten Herdenschutzhunden alleine aus Rumänien. Er wird besonders als Wach-und Schutzhund von Anwesen eingesetzt.
Die Schulterhöhe beträgt beim Rüden max. 78 cm, bei der Hündin 72 cm. Die Grundfarbe ist weiß oder weiß-beige mit grauen oder schwarzen Flecken. Einfarbig ist erlaubt, aber unerwünscht.

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