Knut

Auch wenn das Thema nichts mit Hunden zu tun hat, so erhob sich bei mir heute nach der Meldung, er habe eine Gehirnerkrankung gehabt, sofort die Frage – wusste seine Mutter, warum sie ihn verstieß? Ein Jungtier starb, das eine andere lehnte ab – Knut. Eine grausame, instinktlose Mutter??? Ich habe bei meinem ersten Colliewurf gelernt, dass die Mutter sehr wohl weiß, um wen es sich zu bemühen lohnt oder nicht! Selbst bei unserem ersten Katzenwurf war das klar  – wer sind wir, dass wir uns immer für die Klügeren halten???

Meine Meinung in Bezug auf die Rassehundezucht: Seit wir künstliche Aufzuchtmittel haben und jeder Welpe Gold Wert ist, wird alles aufgezogen, das sie Mutter links liegen ließe! Und wie oft habe ich bei “Züchtern” erlebt, dass ihnen gerade das gepäppelte Welpchen, das sich ja in so einen schönen Hund entwickelte, zu Hause blieb und natürlich wieder in die Zucht ging. Ist das das Ende der Rassehundezucht? Ihre Meinung interessiert mich!

4 Kommentare

  1. Mir gingen auch sofort Gedanken durch den Kopf wie: Knuts Mutter hat es besser gewusst. Aber in unserer Zeit ist die Haltung und Präsentation von Zootieren auch ein finanzieller Aspekt, wieviele Menschen waren da und haben den niedlichen Knut sehen wollen? Und dann werden sie gezüchtet und gepäppelt, und nachher hat man keinen Platz mehr für sie und sie werden an drittklassige Tierparks verkauft oder sogar umgebracht. Der WDR brachte dazu letztens einen Beitrag, der mich so wütend gemacht hat. “Geboren um zu sterben”.
    Ich habe schon vor 20 Jahren beschlossen, in keinen Zoo mehr zu gehen, da mich diese Art der Haltung von Wildtieren schon als Jugendliche abgestoßen hat.
    Besonders geärgert hat mich, dass die Zoos immer mit dem Artenschutz argumentieren, der totaler Quatsch ist, es wird ja nichts ausgewildert.

    Bei den beiden Würfen, die ich gemacht habe, war zum Glück alles so vital, das die Frage nicht bestand, ob etwas gepäppelt werden muss oder nicht. Ich hatte aber als alte Trummler-Bewunderin mir feste vorgenommen es nicht zu tun.

    Dunja Maurmann

  2. Als ich die Meldung über Knuts Tod hörte schossen mir die gleichen Gedanken in den Kopf.
    Da wird ein verstoßenes Baby mit sehr viel Liebe und Mühe aufgezogen und wenn das Tier beginnt erwachsen zu werden muß es aus unerklärlichen Gründen sterben.
    Es gibt durchaus Situationen wo man als Züchter absolut ratlos daneben steht und wirklich nicht sehen kann weshalb die Mutterhündin einen bestimmten, völlig gesund wirkenden, Welpen nicht versorgen möchte.
    Ich habe im Bekanntenkreis den Fall schon 2 mal erlebt. Ein solcher Welpe wurde aufgezogen und starb unerklärlich mit nur 3 Jahren. Der andere “Welpe” lebt heute noch, sie hat epileptische Anfälle seit ihrer ersten Läufigkeit.
    Ich selbst gebe mir große Mühe mich nicht ein zu mischen, die Verantwortung ist da sehr groß. Man dürfte ja einen solchen Welpen weder in eine Familie geben noch ihn in der Zucht behalten und dem Tier selbst gegenüber wäre es auch unfär.
    Der beste Berater welcher Welpe die Mühe wert ist sollte immer die Mutter sein. Unsere Hunde haben uns mit ihrem Instinkt auf jeden Fall einiges Voraus.

  3. Leider versuchen wir ueberheblichen Menschen immer und immerwieder gegen die Natur zu handeln,als auf sie zu hoeren:bei Knut denke ich wohl,dass die Mutter klueger war,als wir Menschen und der Zuechtermeinung von Anja N. kann ich nur zustimmen,das A und O der Zuechterkriterien sollte die Robustheit/Gesundheit sein und ich sage immer:wenn ein Strassenmischling gesuender ist,als ein Welpe aus einer von uns soo inteligenten Menschen gesteuerten Zucht,dann kann etwas NICHT stimmen,denn die sollten ja besser,sprich gesuender sein.Und wenn ich diese armen Frankensteinmonster sehe wie z.B. die Bulldogge,dann werde ich richtig traurig ueber deren Anblick und wuetend ueber ihre Zuechter:die bekommen keine Luft mehr zum atmen und koennen sich nicht mehr fortpflanzen……

  4. Sicher ein sehr schwieriges Thema.
    Von Natur aus ist sicher jeder Züchter erst einmal darauf aus, dass alle Welpen eines Wurfes überleben.
    Der sogenannte ” Mutterinstinkt” eines Züchters ist nicht zu leugnen, denn sonst würde er sich gar nicht erst der Hundezucht widmen.
    Man muss auch ganz klar unterscheiden zwischen leitgewichtigen Welpen, die nur z.B. eine kleine Starthilfe in Form von öfteren Anlegens bedürfen, oder von Welpen mit denen etwas nicht “in Ordung ist”.
    Ein erfahrener Züchter kann Welpen mit denen “etwas nicht in Ordnung ist” oft schon beim hochnehmen erkennen: er fühlt sich ganz anders an als seine gesunden Geschwister.
    Diese Welpen sind erfahrungsgemäß in den meisten Fällen zum Sterben verurteilt.
    Ich persönlich lehne es ab solche Welpen intensiv zu versorgen. Sie bekommen vielleicht zwei Tage Untersützung in Form von Anlegens und evt. Zufüttern, zeigen sie aber keine Besserung stoppe ich jegliche Versuche sie auf zu päppeln.
    Das klingt sicher hart und so manches Mal bricht es einen das Herz…
    Überleben solche Welpen dann doch dank Aufpäppelung, kommt später in sehr vielen Fällen ein erhebliches gesundheitliches Problem zum Vorschein , welches oftmals dann doch den Tod zur Folge hat.
    Leben um jeden Preis? Sicher tun wir der Rasse und dem einzelnen Hund keinen Gefallen damit, so schwer diese Entscheidungen auch sein mögen.

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