Sachsentour

Zweimal kurz hintereinander führte uns der Weg gen Osten – beide Male freitags problemlose Anreise – der Schrecken ist weg – Possen – wir kommen!

Die Drei Gleichen sind für uns das Zeichen – bald sind wir da! Und wie herrlich sie sich präsentieren vor blauem Frühlingshimmel, blühende Bäume zu Füßen. Leider sind die deutschen Autobahnplaner nicht sehr weitsichtig, es gibt keinen Rastplatz, von dem aus man einen Blick auf die Wartburg werfen könnte, und die Drei Gleichen kann man auch nicht auf einen Blick sehen. Sehr schade, denn es sind ja nicht nur Berufsfahrer unterwegs.

 

Chemnitz – das kannten wir noch nicht und hatten am Freitagnachmittag Zeit es ein wenig zu erkunden. Die Sonderleiterin Frau Müller aus Dresden hatte uns ein wunderbares Quartier empfohlen: Europarkhotel. Garni, praktisch, sauber, gut, ganz ruhig, sicheres Parken und wenige Schritte zu einem schönen Park für den Hundeauslauf. Hunde willkommen und das ganze zu einem günstigen Preis. Gegenüber ein griechisches Restaurant, das uns mit herrlichen Düften anlockte. Am Freitag hatten wir Glück und ergatterten noch ein Plätzchen, am Samstag war alles voll und wir nahmen unser Essen mit aufs Zimmer. Im Kühlschrank wartete sogar ein Fläschchen Radeberger auf uns… alles gut.

Chemnitz – das ehemalige Karl-Marx-Stadt – wurde vollkommen zerbombt und im Geiste der aufblühenden DDR neu erbaut. Was allerdings alte Bausubstanz oder nach der Wende errichtet wurde, weiß ich nicht. Jedenfalls hat Karl Marx bis heute seinen Stammplatz.

Als ich Frau Müller auf dem Parkplatz mit dem Kennzeichen DD sah, musste ich fragen, wie weit es nach Dresden ist. Nicht weit – und so war klar, sollten wir frühzeitig von der Schau wegkommen, ab nach Dresden. Und das schafften wir locker. Es war wie im Traum. Schönstes warmes Frühlingswetter. Navi eingeben: Parkhaus Semper Oper… und schon waren wir mitten in der Stadt. Keinerlei Verkehrsprobleme, jede Menge Touristen, aber nicht überlaufen. Es war nur herrlich. Quarkkeulchen im Café vor der Semper Oper zu genießen – Herz was willst du mehr? Bei meinem letzten Dresdenbesuch war die Frauenkirche noch eine Spendenaktion, heute leuchtete sie in frischem Glanz und auf dem Platz spielte ein junger Mann auf dem Flügel. Magie…

Auf dem Rückweg verzauberte der Hall der Hofkirchenglocken alles noch einmal. Und für die Heimfahrt wartet unser neues Hundemobil auf uns.

So schön Dresden auch ist, die Hauptattraktion waren unsere Hunde! Wie oft wurden wir angesprochen und fotografiert! Was passt besser ins Stadtbild als zwei edle Whippets? Sie ergänzen praktisch den Glanz vergangener Jahrhunderte.

Sie gehören hierhin, wie man auf dem “Fürstenzug” sehen kann. Auf Meißner Kacheln sind die Herrscher bis ins 19. Jahrhundert abgebildet. Einer natürlich mit zwei Windhunden! Daran bleibe ich immer fasziniert hängen.

 

Ach ja, und ausgestellt haben wir auch. Am Samstag reichte es “nur” für ein V3, am Sonntag zum V2. Wir fahren gerne nach Sachsen, die Menschen sind nett, ich liebe den freundlichen Humor, der Unstimmigkeiten gar nicht erst aufkommen lässt. Man fühlt sich hier wohl, für alles wird gesorgt. Umso mehr tat es mir leid, dass die Hallen leider viel zu wenig Platz boten. Man wusste wirklich nicht wohin und von einem Ring zum anderen zu gelangen war schier unmöglich. Der Besucherstrom war riesig, und die meisten brachten noch einen Hund mit. Ein wenig schade fand ich, dass das Richten an beiden Tagen für uns Whippets = W wie warten = spät gelegt war.  Vor allem, wenn man noch 500 km vor sich hat, kann man schon nervös werden, sofern man Wert auf seine Bewertung legt.

Die Warterei auf die Bewertungen ist für mich grundsätzlich ein Ärgernis. Es bringt auch den  Zuschauern nichts, wenn die Aussteller ausharren müssen, denn die Hunde sind eh in ihren Boxen, diese möglichst noch verhangen, damit nur ja kein  Zuschauer einen Blick drauf werfen kann.

Es war ein wunderschönes Wochenende im schönen Sachsen und sicher nicht unser letztes. Fotos: Hildegard Beilfuss

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