4 Kommentare

  1. Ich habe sowohl Collies, die gerne hinter einem Reh hinterhergehen und auch solche, die es nicht tun. Mit meinem ersten Collie konnte ich gemütlich im Wald stehen und den Rehen hinterherschauen, die gerade unseren Weg kreuzten. Jony wäre niemals auf die Idee gekommen, da hinterherzugehen. Mein Bojar ist zu bequem, oder zu schlau :-)? Aber meine Colliedamen wären allesamt sofort dabei, wenn es ums Jagen geht – wobei ich sicher bin, sie würden das Reh nicht reißen, sondern versuchen, es zur imaginären Herde zurückzutreiben. Aber der Förster wäre in keinem Fall davon angetan und so habe ich nur die Möglichkeit, durch konsequente Gehorsamsübungen und Schleppleine dies zu verhindern. Was mir bei Cheyenne auch gelungen ist – sie kann ich heute frei ablegen, wenn in Sichweite Rehe sind. Aber ich nehme den Jagdtrieb gerne in Kauf, denn schließlich sind es ja Hunde mit Hütetrieb – und das Jagdverhalten gehört somit schließlich zu ihnen.

    • Ja, ich denke auch, dass es Unterschiede gibt. Nikki z.B. war so ein Wegtreiber, sobald die Rehe vom Weg oder der Wiese weg waren, interessierte es ihn nicht mehr. Er war eben außerordentlich territorial.

    • Falls er das so gesagt hat. Aber leider höre ich das immer wieder. z.B. “Wir brauchen keinen Zaun für unsere Aussies, denn Hütehunde jagen nicht”. Ich habe diese Hunde hinter dem Reh erlebt… Bleiben diese Hunde am Hof, dann aufgrund ihres Territorialverhaltens. Es gibt genug Hütehunde, die jagen. So ist der Border Collie in Schottland der gefürchtetste Schafkiller, freilaufende Borders findet man dort nicht! Ihn bei der Arbeit zu sehen ist ein Paradebeispiel für Jagdverhalten. Es gibt auch Collies, die jagen. Tun sie es nicht ist es eher eine Frage der Abhängigkeit von ihren Menschen, wenn Herrchen nicht interessiert ist, wird es wohl nichts sein. Nur über diesen Kontrollmechanismus sind Hütehunde einsetzbar. Es ist eine Frage der Selektion und Collies sind sehr weit vom Ursprung entfernt. Dass ihnen die nötigen Fähigkeiten fehlen wage ich zu bezweifeln, immerhin sehen wir noch viele, die an Schafen arbeiten können. Manche sind sicher körperlich nicht in der Lage erfolgreich zu jagen. Hunde sind nicht dumm und geben nach ein paar nutzlosen Versuchen auf. Das lernen sogar Windhunde! Meine Collies haben alle gejagt, leider Wildschweine… dennoch waren sie so weit zu kontrollieren, dass sie sich nicht dauerhaft entfernt haben. Aber die Rotten in unmittelbarer Umgebung aufzustöbern fand ich nicht lustig.
      Trotzdem würde ich immer einen Collie empfehlen, wenn jemand einen Hund sucht, der nicht selbstständig jeder Spur nachgeht und im Gebüsch verschwindet. Es dürfte jedoch nur wenige Hunde geben, die wenigstens als Junghunde angesichts von Wild keinerlei Interesse zeigen.

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